Liftman Case Study 3D-Animation


Liftman – Aufzüge und Homelifts

Kurze Projektbeschreibung

Im Rahmen dieses Projektes wurden verschiedene animierte 3D-Darstellungen des Liftman Aufzuges für Senioren und Personen mit Einschränkungen erstellt.

Über die Firma Liftman

Die 2017 gegründete Liftman s.r.o. ist im tschechischen Pilsen ansässig und vertreibt auf dem tschechischen und slowakischen Markt besondere Homelifts und Aufzüge.

Liftman s.r.o möchte mit einem Video aus hochwertigen 3D-Animationen und Bildelementen die anspruchsvolle Kundschaft von den Vorzügen Ihrer Home-Lift-Systeme überzeugen. Die Kunden haben dadurch die Möglichkeit sich einen Überblick über die verschiedenen Vorteile der Aufzüge gegenüber anderen Systemen, wie zum Beispiel Treppenliften, zu verschaffen. Dadurch erhofft sich Liftman s.r.o. einen Wettbewerbsvorteil. Mit dem Produktvideo kann die Firma Liftman etwaige Messeauftritte attraktiver machen und zudem die PR-Arbeit stärken.

Roman Zdaril, Geschäftsführer von Liftman.cz hebt weitere Beweggründe zur Anfertigung des Videos hervor:“ Wir haben bereits Standardvideos aus verschiedensten Realisationen der Lifte. Durch die 3D-Animationen können wir jedoch viele Details aus verschiedenen Winkeln zeigen, was mit einer normalen Kamera nicht so einfach möglich wäre.“

Vorgehen – Aufzug

Es wurden zunächst mit dem Kunden die wichtigsten Szenen des Videos herausgearbeitet. Dies führte zu einem vorläufigen „Drehbuch“ anhand dessen die Gestaltung beginnen konnte. Es sollte die sichere Handhabung, die Möglichkeit des sowohl Personen- als auch Lasttransports und die geräuschlose Arbeitsweise der Lifte gezeigt werden.  Ein bereits bestehendes Video, technische Zeichnungen und einige Bilder vom Aufbau dienten als Vorlage für die Erstellung der 3D-Grundstruktur des Aufzugs. CAD-Dateien oder anderweitig hilfreiche Darstellungen des Liftes waren nicht vorhanden. Im Anschluss an die Grundstruktur wurden anhand der Fotos die Details (Lift-Steuerung etc.) ausgearbeitet.

Liftman Case Study - Grundstruktur der 3D-Animation  Liftman Case Study - Detailausarbeitung der 3D-Grafik

Im nächsten Schritt ging es um die Anfertigung photorealistischer Materialien für den Lift (Plexiglas, Kunststoffschienen, Metallleisten etc.). Hierbei kamen unter anderem die in Blender 2.79 relativ neuen „PBR-Shader“ zum Einsatz. Diese ermöglichen eine zügige Zuweisung von Materialien wie Glas oder Plastik zu den verschiedenen Objekten. Dies hat den Vorteil, dass ein früher üblicher und meist zeitaufwändiger „Node-Setup“ vermieden werden kann.

Umgebung und Setup

Um zu zeigen, dass man mit dem Lift das gerade im fortgeschrittenen Alter oft mühsame Treppensteigen, umgehen kann wurde der Lift natürlich direkt neben einer Treppe platziert. Ebenso sollte ein einfaches (Hauptfokus auf dem Lift) und zugleich anspruchsvolles Ambiente geschaffen werden. Das Video zeigt, dass beispielsweise ein Schlafzimmer in höher gelegenen Stockwerken durch den Lift kein Hindernis für Senioren oder Personen mit Behinderung darstellt. Darüber hinaus, ist bei einer derartigen Animation eine realistische Beleuchtung essentiell. Daher wurde ein sogenanntes „HDR-Lighting“ für eine Innenraumszene gewählt. Hier wird, vereinfacht gesagt, das Licht aus bestimmten Situationen (Sonnenuntergang, strahlend blauer Himmel, Badezimmerbeleuchtung etc.) in die jeweilige 3D-Szenerie importiert/projiziert. Auf diese Weise gelangt man zügig zu den gewünschten Lichteinstellungen. Nachdem das Setup fertig war, konnten erste Entwürfe der verschiedenen Räume und Objekte „gerendert“ werden. Unter „Rendering“ (Bildsynthese) versteht man die Erstellung einer (3D-) Grafik aus einem zunächst einfachen Modell unter zusätzlicher Berechnung von Eigenschaften wie Oberflächenstruktur, Materialien, Farbverlauf, Lichtquellen und vielem mehr.

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im nächsten Schritt wurden aus dem unbewegten „Stillleben“ verschiedene Animationen und bewegte Sequenzen erzeugt. Hierzu bietet die Software Blender 2.79 nahezu unbegrenzte Möglichkeiten. Ein einmal erstelltes Setup kann aus jedem Blickwinkel animiert und dargestellt werden – selbst Perspektiven die im „echten“ Leben nur schwer oder gar nicht erreichbar wären. Es lassen sich unter anderem verschiedene Kameras, die Objekte, die Beleuchtung und selbst die Materialien (z.B. Farbwechsel) und Oberflächentexturen bewegen und variieren. Darüber hinaus kann man jederzeit Änderungen und Anpassungen vornehmen – auch noch viel später, wenn sich zum Beispiel Farben oder Details im Laufe der Zeit geändert haben. Dies ist ein enormer Vorteil zu klassischen Videos, bei denen das Bildmaterial nach der Aufnahme feststeht. Die Animationen wurden dann schließlich mit einer Sampling-Rate von 3000 gerendert und mit den anderen Videoelementen zum finalen Gesamtwerk zusammengefügt.

Finale Komposition

Neben der 3D-Grafikerstellung und –animation bietet die Software Blender noch weitere nützliche Funktionen wie z.B. das sog. Compositing. Dies bietet die Möglichkeit aus verschiedenen Animationsteilen, Bildern, Vektorgrafiken und Texten ein interessantes Produktvideo zu gestalten. Im Falle von Liftman war es gewünscht ein Intro mit dem Firmen-Logo, verschiedene Bilder des Liftes, diverse Grafiken zur Kapiteleinteilung (erstellt im Vektorgrafik-Programm) und die 3D-Animationssequenzen zu einem Video zusammenzusetzen.

Keyfacts

– HDR-Lighting
– PBR-Shader
– High-resolution rendering